Energie sparen mit den richtigen Filesharingprogrammen

Infos und Dskussionen in deutscher Sprache zu I2P
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lgillis
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Energie sparen mit den richtigen Filesharingprogrammen

Post by lgillis »

Der BitTorrent-Client „BiglyBT“ produziert im Leerlauf zwischen 5°C und 10°C höhere Temperaturen als „I2PSnark“. Das hat ein nicht repräsentativer Versuch auf einem handelsüblichen PC ergeben.

Während „I2PSnark“ (1.9.0) sich im Leerlauf völlig unauffällig verhielt, beanspruchte „BiglyBT“ (3.2.0.0) in andauernden Intervallen einen Kern bis zu 100 Prozent in der Spitze. Durch diese Auslastung schaltete der Frequenzregler die CPU immer wieder in ihre höchst mögliche Leistung und so stieg die gesamte CPU-Temperatur anhaltend.

Verwendet wurden „Psensor“, ein Überwachungsprogramm für Hardwaresensoren und die üblichen Bordmittel wie „htop“.

Wer andauernd mit BitTorrent unterwegs ist kann also bereits durch die Wahl des richtigen Clienten für die jeweilige Aufgabe Energie sparen.
The idea of 'free development of personality' seems excellent as long as one does not come across individuals whose personality has developed freely. (Nicolás Gómez Dávila)
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lgillis
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Re: Energie sparen mit den richtigen Filesharingprogrammen

Post by lgillis »

Mal unter uns. Wer BiglyBT aus verständlichen Gründen nicht zugunsten von I2PSnark aufgeben will, kann sich behelfen indem er die CPU-Last von BiglyBT begrenzt. Hierfür gibt es verschiedene kleine Programme, eins davon ist „Cpulimit“. Debians Beschreibung lautet:

#+begin_quote
Cpulimit ist ein einfaches Programm, welches versucht die Prozessor-Auslastung eines Prozesses zu beschränken (angegeben als prozentualer Wert, nicht als Prozessor-Zeit). Dies ist hilfreich bei der Kontrolle von Batch-Jobs, wenn diese nicht zuviel Prozessorlast verursachen sollen. Es ändert weder den nice-Wert oder andere Prioritäts-bezogene Parameter, sondern die tatsächliche Prozessor-Auslastung. Außerdem ist es in der Lage sich dynamisch und schnell an die tatsächliche Systemlast anzupassen
#+end_quote

Wenn BiglyBT das einzige laufende Java-Programm ist (pidof java), kann folgendes Beispiel verwendet werden:

#+begin_example
cpulimit --pid $(pidof java) --limit 15 --verbose --lazy
#+end_example

Die Begrenzung wurde auf 15 Prozent festgelegt und kann gegebenenfalls nach unten oder oben korrigiert werden. Lazy sorgt für ein fehlerfreies beenden des Programms zusammen mit BiglyBT und Verbose gibt eine andauernde Statistik aus. Was Cpulimit noch alles kann steht in der ausführlichen Anleitung (man).
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